Angesteckt im Skiurlaub

Viele Skifahrer aus Südtirol und Ischgl haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Foto: Symbolbild

Die meisten Skigebiete mussten nach den Ausbrüchen des Corona-Virus schließen. Viele Urlauber aus Südtirol und dem Skigebiet Ischgl hatten sich bis dahin allerdings schon mit dem Virus infiziert. Besonders betroffen sind die Menschen aus Baden-Württemberg.

In den Winterzeiten zieht es die Menschen in die Alpen. Südtirol und Österreich gehören zu den beliebtesten Reisezielen. Skibegeisterte nutzen ihren Urlaub und verbringen die Zeit auf der Piste. Vor allen Menschen aus Baden-Württemberg zieht es jedes Jahr nach Südtirol und Österreich. Das Skigebiet Ischgl ist besonders beliebt zum Skifahren und bekannt für das Après Ski. Doch auch hier musste in diesem Jahr die Skisaison vorzeitig beendet werden. Noch bevor das Virus Deutschland erreicht hatte, gab es mehrere Fälle in Italien und Österreich. Daraufhin wurden die Skigebiete zwar schnellstmöglich geschlossen, aber scheinbar zu spät. Viele Urlauber hatten ein ungewolltes Urlaubssouvenir mit im Gepäck. Besonders in der Region Ulm, auf der Ostalb und im Kreis Göppingen, gab es zahlreiche infizierte Personen, die den Virus mit zurück nach Deutschland gebracht hatten.

Mittlerweile kam heraus, dass das Corona-Risiko unter den Tisch gekehrt wurde, damit der Skibetrieb möglichst lange weiterlaufen konnte. Von einem Fehlverhalten der Tiroler Behörden ist die Rede. Dabei trifft es nicht nur die Politik, sondern auch Hoteliers. „Wenn eine Kamera den Betrieb sieht, stehen wir da wie ein Hottentotten-Staat“, zitieren Österreichische Medien eine SMS des Tiroler ÖVP-Abgeordneten Franz Hörl. Diese war an den Betreiber der Après-Ski-Bar Kitzloch, gerichtet, die mittlerweile als Corona-Brutstätte zählt. Es ging es darum, dass im Ort Corona-Verdachtsfälle unterschlagen worden seien. Hörl, hat die Existenz der SMS zugegeben, erwiderte jedoch, er habe dem Wirt nur gut zureden wollen und bestreitet jegliche böse Absicht.

Von Nina Barth

Nina Barth ist in den Endzügen ihres Journalismusstudiums an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie ist seit Beginn der Gründung von Corona-News-Deutschland mit dabei und arbeitet als Redakteurin und Social-Media-Managerin. Neben ihrer Tätigkeit im Bereich Journalismus, ist sie auch als Schriftstellerin und Autorin unterwegs.

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