Interaktiv: Verkehrsaufkommen nimmt deutlich ab – Maßnahmen werden befolgt

In Deutschland kommt es zu immer mehr Infizierten des Corona-Virus. Die Pandemie legt auch größtenteils den Auto- und Flugverkehr lahm.

Derzeit sind weltweit viele Metropolen kaum wiederzuerkennen. Tourismus-Magneten wie New York, die Stadt die niemals schläft, oder Rom, die Hauptstadt der Katholiken, machen dabei keine Ausnahme. Die Straßen sind wie leergefegt. Ob am Times-Square oder auf der 5th Avenue (die berühmteste Einkaufsstraße) in New York, auf dem Petersplatz oder am wunderschönen Piazza Venezia in Rom: Orte, die sich sonst kaum vor Touristen retten können, sind menschenleer.

Auch in Deutschland sind die Innenstädte nicht wiederzuerkennen. Viele arbeiten derzeit im Home-Office, andere dürfen ihren Beruf im Moment nicht ausüben und wieder andere sind in Quarantäne. Das öffentliche Leben sehen wir derzeit in einer nie dagewesenen Form. Die deutschen Metropolen wie Berlin, Hamburg, München und Frankfurt sind auch zu Rush-Hour-Zeiten nicht wiederzuerkennen. Ob beim Brandenburger Tor, am Reichstag oder bei anderen Attraktionen – Touristen oder generell größere Gruppen von Menschen sucht man vergeblich.

Deutlich weniger Autos als sonst

Diese These belegen auch Daten des Navigationssystemherstellers und Geodaten-Anbieter TomTom. Die nachfolgende Grafik zeigt das Verkehrsaufkommen durch Autos zwischen dem 18. und 24. März 2020 in einigen deutschen Großstädten. Als Vergleichswert dient die gleiche Kalenderwoche im Jahr 2019.

Städte mit abrufbaren Daten in der Grafik:

Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt Am Main, Freiburg, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Mannheim, Mönchengladbach, München, Münster, Nürnberg, Stuttgart, Wiesbaden und Wuppertal

Lag die Verkehrsintensität beispielsweise in Bremen am Freitag den 22. März 2019, um 15.00 Uhr, bei 91 Prozent, so war sie in diesem Jahr am Freitag den 20. März bei 21 Prozent.

Maßnahmen zeigen Wirkung

Es ist ein unglaublicher Unterschied, der sich hier an vielen Stellen der dargestellten Daten abzeichnet. Die Bevölkerung ist deutlich weniger mit dem Auto unterwegs, als noch vor einem Jahr. Es scheint so, als würden die Menschen das Fahrzeug wirklich nur dann benutzen, wenn sie es unbedingt müssen.

Die Maßnahmen von Bund und Länder, das öffentliche als auch das soziale Leben auf ein Minimum zu reduzieren, scheint bei der Bevölkerung angekommen zu sein. Ausnahmen gibt es immer, aber diese Statistik ist ein erstes Indiz dafür, dass ein Großteil der Bevölkerung an einem Strang zieht.

Flugzahlen gehen deutlich zurück

Generell ist das Verkehrsaufkommen deutlich zurückgefahren. Einige Länder haben auch den Flugverkehr deutlich eingeschränkt und lassen zum Teil keine Bürger, aus bestimmten Gebieten, einreisen. Eine neue und ungewohnte Situation, die sich auch in der weltweiten zurückgegangen Anzahl an Flügen bemerkbar macht.

Flightradar 24 hat Daten zur Verfügung gestellt, die aufzeigen, wie die Anzahl der weltweiten Flugzahlen vom 01. Januar bis zum 25. März 2020 ausgefallen sind. Als Vergleichswert dienen dabei die Werte aus dem gleichem Zeitraum im Vorjahr.

Wie die Situation auch im Verkehrsaufkommen weitergeht, hängt sicherlich mit den aktiven Maßnahmen der jeweiligen Regierungen zusammen. Eine nie dagewesene Situation fordert eben ganz neue Maßnahmen und teilweise Einschränkungen im Leben von uns allen.

Von Kevin Poweska

Kevin Poweska ist der Gründer von Corona-Stories. Er studiert Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal und ist freier Mitarbeiter beim MDR Sachsen-Anhalt beim Fernsehen, Radio und im Online-Bereich. In seiner Freizeit ist Kevin gerne sportlich aktiv. Zu seinen sportlichen Vorlieben zählen Basketball, Tennis und Fußball - aber auch neue Sportarten wie Spikeball findet er spannend.

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