Unternehmen passen Produktion an

Unternehmen ändern ihre Produktion aufgrund der Corona-Krise. Foto: Pixabay

Momentan werden Desinfektionsmittel für Kliniken, Pflegeheime, Ärzte und Privatpersonen dringend gebraucht. Firmen bieten daher ihre Unterstützung an und ändern ihre Produktion.

Das Pharmaunternehmen Dr. Theiss Naturwaren aus Homburg stellt normalerweise Hustensäfte, Halsbonbons oder Ibuprofen her. Da aber Desinfektionsmittel fehlen, hat Geschäftsführer Guiseppe Nardi auf Anfrage der saarländischen Landesregierung die Produktion umgestellt. Sie wollen 200.000 Liter Desinfektionsmittel für Kliniken, Ärzte und Apotheken im Saarland herstellen. Dafür machen die Mitarbeiter zusätzliche Schichten und Überstunden. Darüber hinaus werden rund 100 Beschäftigte aus der Gastronomie bei Dr. Theiss Naturwaren eingesetzt. Geschäftsführer Nardi hat selbst dafür gesorgt. Er betreibt in Homburg ein Hotel und ein Restaurant, die aufgrund der Corona-Krise schließen mussten.

Der Geschäftsführer des Großhandels für Reinigungsmittel Toussaint, Jürgen Jarolimeck weiß, dass Desinfektionsmittel momentan gefragt sind. Der Familienunternehmer vertraut weiterhin auf die Versorgung. Sein Unternehmen beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Selbst am Sonntag rollen die Toussaint-LKWs zu den Lieferanten, damit Kliniken und Pflegeheime im Saarland und in Rheinland-Pfalz beliefert werden können. Innerhalb einer Woche hat der Großhändler nach eigenen Angaben 80.000 Liter Desinfektionsmittel ausgeliefert. Jarolimeck hat extra eine Mailhotline für Ärzte eingerichtet, die Handdesinfektionsmittel oder Atemschutzmasken brauchen.

Auch andere Unternehmer möchten helfen und haben ihre Produktion angepasst. Da viele Firmen vor dem Aus stehen, suchen die Unternehmen nach neuen Geschäftsideen um zu überleben. So hat die Saarbrücker Event- und Medienagentur Inszene Media eine „Schutzvisier-Factory“ gegründet. Anstatt also Veranstaltungen zu planen oder Plakate und Flyer zu entwerfen, entwickelt die Firma Gesichtsschutzschirme. Die Marketing- und Vertriebsagentur Rote Robben setzt hingegen auf die Produktion von Spuckschutzwänden aus Kunststoff. Und in der Behindertenwerkstatt WZB in Neunkirchen werden nun täglich 400 Mundschutzmasken gefertigt. Die ersten 600 konnten schon am Freitag an den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans, übergeben werden.

Von Nina Barth

Nina Barth ist in den Endzügen ihres Journalismusstudiums an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie ist seit Beginn der Gründung von Corona-News-Deutschland mit dabei und arbeitet als Redakteurin und Social-Media-Managerin. Neben ihrer Tätigkeit im Bereich Journalismus, ist sie auch als Schriftstellerin und Autorin unterwegs.

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