Wenn ich nicht zur Kultur kommen kann, dann kommt die Kultur eben zu mir!

Ein Symbol für Kultur: Das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar – Foto: pixabay

Egal ob der interaktive Museumsbesuch mit den Kindern, die romantische Theatervorstellung mit dem Partner oder der Kinoabend mit den besten Freunden – auf all das müssen die Deutschen auf Grund der Corona-Regelungen gerade verzichten. Deshalb haben viele Kultureinrichtungen neue Wege gefunden, um ihr Material an die Menschen zu vermitteln.

Die Schließung von Theatern und Museen auf Grund der „Corona-Verordnungen“ stellt viele Kulturschaffende und Kulturliebhaber vor ganz neue Herausforderungen. Unterkriegen lässt sich das Land Thüringen davon allerdings nicht. Vor allem mit den heutigen technischen Möglichkeiten wird versucht, den Bürgern trotz allem auch weiterhin den Zugriff auf ein breit gefächertes Kulturangebot zu ermöglichen:

  1. Der Youtube-Kanal der „Klassik Stiftung Weimar“ stellt den Nutzern eine Vielzahl an Videos zur Verfügung, die teilweise nur ein paar Minuten, durchaus aber auch über anderthalb Stunden lang sind. Interviews, Konzertmitschnitte oder Clips zu diversen Ausstellungen der Stiftung sind hier zu finden.
  2. Auf der Facebook-Seite des „Museumsverbandes Thüringen e. V.“ sind Informationen darüber bereitgestellt, welche Museen ihre Ausstellungen oder Teile davon virtuell anbieten, oder welche zusätzlichen Angebote sie den Bürger ermöglichen. Das Schillerhaus Rudolstadt stellt ab sofort beispielsweise jeden Mittwoch ein Sprachspiel zum Download zur Verfügung. Erwachsene und Kinder können gemeinsam kleine Rätsel lösen und sich so spielerisch mit der deutschen Sprache auseinandersetzen.

Die Thüringer können natürlich auch die länderübergreifenden Angebote nutzen. Dazu zählt beispielsweise das Kulturangebot des Hörfunksenders „Deutschlandfunk“, welcher zahlreiche Hörspiele oder Konzertaufnahmen bereitstellt. Sowohl Erwachsene als auch Kinder werden hier fündig. Außerdem übertragen einige Theater, wie die Schaubühne Berlin oder der Westflügel Leipzig, einige Vorstellungen live im Internet.

Auch in den Zeiten des Coronavirus muss also nicht auf Kunst und Kultur verzichtet werden. Nur das Format der Bereitstellung und Betrachtung ist ein Anderes als sonst.

Von Laura Prüfer

Laura Prüfer ist Journalismus Studentin der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie hat sich gemeinsam mit den anderen Autoren dieser Website eine seriöse, gründliche und lebensnahe Berichterstattung zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland auf die Fahnen geschrieben. Abgesehen von diesem Projekt hängt ihr Herz sehr an Kulturveranstaltungen, insbesondere dem Theater, sowie dem Reisen mit all seinen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen.

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