Interaktiv: So viele Menschen in Kurzarbeit wie nie zuvor!

Eine nie dagewesene Situation, mit noch nie dagewesenen Folgen: In Deutschland ist die Zahl der Menschen in Kurzarbeit in diesem Jahr so hoch wie noch nie – seit der Wiedervereinigung. Bei der prozentualen Vergütung vom Lohn hängt Deutschland jedoch etwas hinten dran.

Viele Unternehmen stecken gerade in der Krise und der Grund ist einfach: Sie können im Moment ihren Laden schlicht und einfach nicht aufmachen. Das trifft klein- und mittelständische Unternehmen, aber auch größere Ketten.

Nicht jeder ist auf diese Krise und ihre Folgen gut vorbereitet – verständlicher Weise. Am Ende kam sie dann in ihrem Ausmaß doch ziemlich überraschend. Eine Möglichkeit um der Wirtschaft nachhaltig zu helfen ist eine neue Maßnahme der Regierung, welche die Kurzarbeit und ihre Beantragung deutlich verändert hat. Ziel ist es, dadurch viele Arbeitsplätze, die sonst wegfallen würden, durch die Krise zu bringen.

2,35 Millionen Menschen in Kurzarbeit

Seit 1991 ist die Zahl der Menschen mit Kurzarbeit in Deutschland in diesem Jahr auf einem Rekordhoch: Neueste Zahlen des Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung zeigen, dass sich im Jahr 2020 rund 2,35 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit befinden. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 lag die Zahl noch bei 147 Tausend.

Die Zahlen für die einzelnen Jahre seit 1991 gibt es hier:

Was diese Maßnahmen final bringen bleibt abzuwarten. Die Bundesregierung ist in jedem Fall optimistisch, dass diese Maßnahmen Wirkung zeigen.

Andere Länder zahlen zum Teil deutlich mehr

Bei der prozentualen Vergütung des Kurzarbeitergeldes, vom eigentlichen Entgelt, steht Deutschland hinten dran. Im Vergleich mit einigen europäischen Ländern zahlt Deutschland prozentual etwas weniger. Laut Zahlen des Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung ergeben sich im Vergleich zu Irland, Frankreich, Österreich, Spanien und Deutschland folgende Zahlen:

Kurzarbeit kann in dieser Krisenzeit eine gute Möglichkeit zur Überbrückung sein. Es bleibt abzuwarten, wie lange diese Ausnahmesituation noch weitergeht. Auch davon ist es abhängig, wie Deutschland durch diese Krise kommt.

Von Kevin Poweska

Kevin Poweska ist der Gründer von Corona-Stories. Er studiert Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal und ist freier Mitarbeiter beim MDR Sachsen-Anhalt beim Fernsehen, Radio und im Online-Bereich. In seiner Freizeit ist Kevin gerne sportlich aktiv. Zu seinen sportlichen Vorlieben zählen Basketball, Tennis und Fußball - aber auch neue Sportarten wie Spikeball findet er spannend.

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