Teure Regelverstöße in der Hansestadt

Bis zu 25.000 Euro kann es kosten, wenn Betreiber ihre Lokale offen lassen.

Es gibt zwar mehr Kontrollen, aber viele Hamburger halten sich nicht an die Regelungen, um den Virus einzudämmen. Deswegen gibt es jetzt Bußgelder.

Es sind die meisten, die sich wunderbar an die Regeln der Hamburger Regierung halten, doch einige wenige meinen aus der Reihe tanzen zu müssen. Die Polizei stelle demnach eine Zahl der Verstöße im dreistelligen Bereich fest. Vor allem Jugendliche, die sich in Gruppen treffen und Restaurants, die trotz Verbot noch geöffnet haben, sind das Problem. 

Der Bußgeldkatalog regelt die Höhe der Strafen bei Verstößen. Ordnungswidrigkeiten, wie zu wenig Abstand halten, sich in größeren Gruppen treffen oder das Betreten von Spielplätzen kostet 150 Euro. Gewerbe, die trotz des Verbots ihre Geschäfte öffnen, zahlen 2.500 bis 5.000 Euro. Bei Wiederholungsverstößen kann das sogar bis zu 25.000 Euro kosten. Wer zudem nachweislich das Corona-Virus weiterverbreitet, muss sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen.

Schutz der Bevölkerung wichtiger als privates Interesse

Nur wenn wir alle in dieser schwierigen Zeit mit unserem Verhalten Verantwortung füreinander übernehmen, können wir Leben retten. Wer das nicht verstehen will, weiß ab sofort, was ihn erwartet. Da, wo Regeln vorsätzlich missachtet werden, wenden wir die neue Verordnung konsequent an“, so Innensenator Andy Gote. 

Der Eilantrag einer Privatperson, gegen den in der Allgemeinverfügung festgelegten Mindestabstand von 1,5 Meter, wurde am 02.04.2020 vom Verwaltungsgericht Hamburg abgelehnt. Der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion überwiegt demnach das private Interesse des Antragstellers. 

Über weitere Anordnungen, Verhaltenstipps und Hilfsangebote werden sie auf dieser Webseite informiert.

Von Rieke Smit

Rieke Smit studiert internationalen Journalismus in Magdeburg, moderiert das wissenschaftliche Talkformat "Science Talk" und ist seit der Gründung bei Corona-Stories dabei. Ansonsten ist sie für Praktika und Recherche auf der ganzen Welt unterwegs.

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