Von Träumen und Zielen

Weiter arbeiten und dran glauben – Träume und Ziele in die Realität umsetzen. Foto: Leonie Meyer

Wie erreiche ich meine Ziele? Und dann noch während der Pandemie? Fragen, die ich mir immer wieder stelle – hier kommen die Antworten.

Bevor die Coronakrise so präsent wurde, war es manchmal schon ein weiter Weg seine Ziele und Träume in die Realität umzusetzen. Zwei wichtige Komponenten, die mir dabei helfen sind Motivation und Zeit. 

Seitdem ich ein Teenager war, konnte ich mir nichts Größeres vorstellen: Ein Leben in New York. Oder generell ein Leben im Ausland. Je älter ich wurde, umso größer wurde dieser Traum. Im Jahr 2016 rückte mein Schulabschluss näher. Schon länger hatte ich mir das Ziel gesetzt nach meinem Abschluss ins Ausland zu gehen. Meine Entscheidung fiel darauf, als Au-Pair nach Amerika zu gehen. Am 8. August war es dann soweit und es ging zum Frankfurter Flughafen. Dann kam der Tag auf den ich so lange gewartet hatte. Für einen Tag ging es von Long Island nach New York City. Im Bus ertönte über die knisternden Lautsprecher „New York, concrete jungle where dreams are of, there’s nothing you can‘t do.“ Klischeehafter geht es wohl nicht, wenn man gerade auf dem Weg in die Stadt überhaupt ist.

Nach wenigen Wochen stellte sich dann raus, dass meine Gastfamilie und ich nicht mehr auf einer Ebene waren. Ich habe gemerkt, dass Au Pair nicht „mein Beruf“ war und wir haben uns dazu entschieden, dass sich unsere Wege trennen. Zwei Wochen später ging mein Flug von Washington D.C. zurück nach Frankfurt.
Meinen Traum, der kürzer andauerte als gedacht, wollte ich mir dennoch aufbewahren.

An seine Träume glauben, egal was andere denken

Auch wenn das Abenteuer kurz gewesen ist, bin ich dadurch über mich hinausgewachsen und konnte viel aus der Zeit mitnehmen. Ich würde heute nicht anders machen und nach wie vor ist es mein Ziel, für eine längere Zeit in Amerika und New York zu leben – ganz getreu dem Motto „There is nothing you can’t do“.

Zu der damaligen Zeit und danach gab es Menschen, die mich mit Aussagen konfrontierten, die mich auch heute noch nachdenklich machen. Von Sätzen wie, „Bist du dir wirklich sicher, dass du das machen möchtest?“ bis hin zu „Warum fliegst du dann nicht einfach hin?“, lass ich mich nicht unterkriegen. Außenstehenden fällt es manchmal schwer meinen Traum nachzuvollziehen, da sie andere Werte oder Ziele haben – was auch normal ist. Um ein größeres Ziel in die Tat umzusetzen, spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle, bei mir beispielsweise mein Studienabschluss und die Finanzierung.

Über sich hinauswachsen und den Fokus auf seine Ziele setzen. Foto: Leonie Meyer

Die Komponenten: Ziele und Zeit

Ich versuche mir, auch gerade während der Pandemie, meine Ziele vor Augen zu führen. Da ich mich im sechsten und damit letzten Semesters meines Journalismus-Studiums befinde, ist es mein Ziel im Sommer meinen Bachlorabschluss zu erreichen. 

Und was kommt danach? Das ist eine gute Frage.
Seit diesem Frühjahr sitze ich an meiner Recherche nach Unternehmen, bei denen ich mich bewerben könnte. Nach meinem Studium möchte ich erstmal arbeiten, um weitere Erfahrungen zu sammeln und Geld anzusparen. Mein Ziel für das nächste Jahr ist immer noch: New York. Ich halte an keinem Traum so sehr fest wie an diesem.
Doch mit der derzeitigen Situation gestaltet sich das gar nicht mal so einfach. Mitte und Ende Februar habe ich Bewerbungen per Mail rausgeschickt und erste Eingangsbestätigungen erhalten. Sonst kam noch nicht viel dabei rum.
Die aktuelle Lage ist natürlich für viele Unternehmen schwierig, aber seine eigene Zukunft dabei zu planen ist noch schwerer. Ich versuche weiterhin mit allen Arbeitgebern in Kontakt zu bleiben und Interesse zu zeigen – hoffentlich wirkt sich das positiv aus.

Was einem dann selbst immer wieder auffällt ist, dass es manchmal eine Weile dauert, bis man seine Ziele tatsächlich in die Realität umsetzen kann. Oft arbeitet man sich sehr langsam Schritt für Schritt nach vorne und erst dann wird ein Ergebnis sichtbar. Auch mein Zeitplan wurde aufgrund der Coronakrise schon durcheinander geworfen und hat mich gezwungen Dinge langsamer anzugehen. Aber mit der richtigen Einstellung und genügend Motivation kann man auch das schnell wieder aufholen.

Ziele erreichen – meine ultimativen Tipps:

  • Schreib deine größten Ziele auf, dann hast du sie immer vor Augen.
  • Setze dir jeden Monat kleine Ziele. Sobald du ein kleines Ziel oder ein Teil deines Ziels erreicht hast, bist du direkt motivierter.
  • Versucht einen Zeitplan aufzustellen. Wo siehst Du Dich selber in Wochen/Monaten/Jahren?
  • Träume und Ziele benötigen oft harte Arbeit und Geduld.
  • Go for it!
To Do-Listen anfertigen, um Ziele im Auge zu behalten. Foto: Leonie Meyer

Viele Wege sich zu motivieren

Durch die aktuellen Umstände hat sich vieles in dem Leben eines Jeden verändert. Teilweise steht man vor einer neuen und unbekannten Situation zum Beispiel das Home-Office. Normalerweise befindet man sich wohl eher zum Arbeiten in anderen Räumlichkeiten, wie beispielsweise in der Schule, der Uni oder dem Büro. Gerade zuhause lauern doch gerne mal Ablenkungen. Was hilft ist die richtige Struktur für den Arbeitstag, damit kann man ebenso produktiv und effizient arbeiten, wie im Büro. Mehr Tipps, zum produktiven Lernen von Zuhause aus, findet ihr hier. Eine Routine für einen Arbeitstag ist wichtig, denn an jedem Tag arbeitet man auf seine Ziele hin – vielleicht mal mehr, mal weniger. Mir hilft es am Morgen eine Übersicht der anstehenden To-Do’s anzufertigen, so sehe ich was zu tun ist und was ich am Ende des Tages erreicht haben möchte.

Beispielsweise sitze ich gerade an meiner Bachelorarbeit, unserem Corona-Stories Projekt sowie meinen Bewerbungen und habe somit meine Ziele, die der Motivation dienen. Ich weiß worauf ich hinarbeite und dass sich die einzelnen Arbeitsschritte auszahlen werden. Ebenso hilft der Austausch mit Familie und Freunden, mit denen man sprechen kann, um auch mal eine andere Perspektive zu bekommen – sie haben mit Sicherheit Verständnis und Tipps für das Erreichen Eures Ziels parat! Letztendlich bist aber Du selbst die Person, die die Dinge in die Hand nehmen kann und muss, um für Dich persönlich etwas zu erreichen.

Von Leonie Meyer

Leonie hat den Bachelor of Arts in Journalismus mit dem Schwerpunkt Internationalen Journalismus an der Hochschule in Magdeburg erfolgreich abgeschlossen. Als leidenschaftlich kreative Person möchte sie die Menschen sowohl mit Bild, Video und Text informieren und inspirieren. Sie liebt es neue Länder zu entdecken - Kulturen, Sprachen und Menschen kennenzulernen sind für jeden wertvoll.

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